Noemi Sanchez ist das Gesicht des Physiozentrum Winterthur – jedenfalls das erste, das die Patientinnen und Patienten sehen, wenn sie in die Praxis kommen. Ihr Arbeitsalltag ist bunt und abwechslungsreich. Vor allem aber ist er geprägt von Organisation und dem direkten Kontakt mit Menschen. «Unfreundliche Patienten haben wir so gut wie nie, höchstens ungeduldige. Wenn sie beispielsweise am liebsten drei bis viermal in der Woche zur Therapie kommen möchten. Dann müssen wir ihnen klarmachen, warum das kontraproduktiv für den Heilungsprozess wäre. Dabei verstehe ich den Wunsch gut. Schmerzen will man schliesslich so schnell wie möglich loswerden», so die 24-Jährige.

“So können sich Physiotherapeutinnen und Masseure auf ihre Kernaufgabe konzentrieren und bis zur letzten Minute therapieren.”

Doch nicht nur die Patienten zählen auf Noemi Sanchez. Sie ist auch Ansprechperson für die Therapeuten des Zentrums. Dadurch, dass ihnen die administrativen Aufgaben abgenommen werden, bleibt ihnen mehr Zeit zum Therapieren. Während Noemi Sanchez die Administration übernimmt und Tagespläne schreibt, können sich die Physiotherapeutinnen und Masseure auf ihre Kernaufgabe konzentrieren. Sie können bis zur letzten Minute therapieren, einen Patienten verabschiedenden und einen nächsten empfangen. Das ist eine effiziente Nutzung des betriebsinternen 25-Minuten-Rhythmus.

Wenn der Arbeitstag um sieben Uhr beginnt, ist der Empfang das erste Rad im System, das sich in Bewegung setzt. Besonders am Standort Winterthur, denn hier kommen bis 8 Uhr alle eingehenden Anrufe für das Physiozentrum zusammen. Zu ihrem Arbeitsalltag gehören neben Organisation, Telefondienst und Mailverkehr auch Rundgänge, um Sauberkeit und Ordnung zu überprüfen und Wäsche zu waschen.

“Jetzt hilft mir die Weiterbildung sehr – ganz besonders weil ich die Fachterminologie und die Koordination mit Krankenkassen und Ärzten beherrsche.”

50 Prozent ihrer Zeit setzt die Praxisassistentin, die seit Frühjahr 2019 für das Physiozentrum arbeitet und zuvor in einer Dentalpraxis tätig war, für das Ärztemarketing ein. Jeweils nachmittags kontaktiert sie Ärzte rund um die neuen Standorte, vereinbart Termine für ein Vorstellen oder die Kontaktpflege. Nur mit einer guten Zusammenarbeit mit Ärzten wird das Zentrum auch an Patienten weiterempfohlen. Gerade deshalb ist ein enger Kontakt sehr wichtig. «Dass ich mich hier um das Marketing kümmern kann, macht mir grossen Spass. Ich habe eine Weiterbildung als Arzt-Spital-Assistentin gemacht und durfte in der Dentalpraxis ein Team von sieben Personen führen. Trotzdem kam ich dort irgendwann nicht mehr weiter. Jetzt hilft mir die Weiterbildung sehr – ganz besonders weil ich die Fachterminologie und die Koordination mit Krankenkassen und Ärzten beherrsche.»

“Man hilft sich gegenseitig.”

Wenn man Noemi Sanchez fragt, was das Schönste an ihrer neuen Stelle ist, dann betont sie vor allem die Herzlichkeit innerhalb des Teams. Man esse mittags gemeinsam oder treffe sich abends auch mal auf einen Drink. Und dabei sei auch zentrumsübergreifend ein starker Zusammenhalt zu spüren, selbst wenn man sich persönlich gar nicht kennt. «Wenn ich eine Frage habe, kann ich jederzeit bei einer anderen Praxisassistentin anrufen. Man hilft sich gegenseitig.» In wenigen Wochen steht auch ein Praxisassistentinnen-Treff an, damit die Vernetzung und der Wissensaustausch noch besser funktionieren.

Noemi Sanches - Praxisassistentin

Seit einem halben Jahr arbeitet Noemi Sanchez als Praxisassistentin im PHYSIOZENTRUM in Winterthur.