1. Setz auf eine zentrale Lage

Patienten kommen immer wieder – teilweise sogar mehrmals wöchentlich über drei Monate hinweg. Gerade deshalb ist es wichtig, dass die Praxis zentral liegt. So können Erledigungen in der Stadt und ein Termin bei uns kombiniert werden. Ein stolzer Mietpreis ist für uns ein gutes Zeichen. Er spricht für einen hochfrequentierten Standort.

2. Denke gross, plane grösser

Ist das Zentrum zu klein, stösst man schnell an seine Grenzen. Und wenn die Praxis voll ist, braucht es Zusatzfläche. Wenn man von Beginn an vom Erfolg der Praxis ausgeht, plant man gross genug. So erspart man sich den mühsamen Ausbau. Und nicht nur die Patienten freuen sich über ein modernes und grosszügiges Zentrum. Mitarbeitende haben einen attraktiven Arbeitsort verdient. Sie sind qualifiziert und motiviert und müssen sich wohlfühlen. Auch beim Team gilt: Die Grösse zählt! Stell schon zu Beginn genug Personal ein. Eine schlechte Planung fällt auf den eigenen Ruf zurück und erschwert die Suche nach guten Mitarbeitenden.

3. Deck Patientenbedürfnisse mit moderner Therapie

Bedenke bei der Planung des Zentrums, dass es Trainingsräume zwingend braucht, um eine seriöse und moderne Therapie anbieten zu können. Natürlich besteht die Gefahr, zu viel unproduktive Fläche zu generieren, trotzdem müssen die Bedingungen gegeben sein, um die Bedürfnisse der Patienten zu decken und ihnen die bestmögliche Therapie bieten zu können.

4. Konzentrier dich auf deine Mitarbeitenden

• Schaffe genug Platz für Praxisassistentinnen. Sie sind das schlagende Herz des Zentrums und das erste Gesicht, das die Patienten bei ihrem Besuch sehen. Praxisassistentinnen lösen deine Probleme und leisten einen wichtigen Beitrag, damit sich alle in der Praxis wohlfühlen.

• Setz Führungskräfte ein, die mit gutem Beispiel vorangehen. Eine Zentrumsleiterin darf keine Schreibtischtäterin sein – sie muss den Umgang mit Mitarbeitenden ebenso souverän meistern wie den Umgang mit Patienten und sowohl therapieren als auch den Praxisbetrieb organisieren. Wichtig sind Potenzial und Ambitionen. Fokussier dich nicht auf Diplome und Führungskurse, sondern gib auch jungen Mitarbeitenden die Chance, sich zu beweisen. Fähigkeiten lassen sich erlenen.

• Physiotherapeuten sind keine Masseure und doch braucht es in einer modernen Physiopraxis ein gutes Massageangebot. Setz auf Experten, die auf ihrem Gebiet geschult und hochprofessionell sind.

5. Hab Geduld mit dem Team

Es braucht Zeit, bis ein Team zusammenwächst. Bei unterschiedlichen Charakteren wird es auch mal rumpeln. Das ist okay. Du musst es nicht allen recht machen und vor allem muss dir klar sein, dass sich demotivierte Menschen nicht motivieren lassen. Ambitionen und Ehrgeiz müssen Mitarbeitende als Grundvoraussetzung mitbringen.

6. Mach dich nicht abhängig

Mach dich nicht abhängig von Ärzten. In Zeiten des Internets werden Ärzte in gewissen Bereichen immer unwichtiger, Patienten dafür immer informierter und selbstständiger. Arbeite mit Ärzten zusammen aber behaupte dich eigenständig als der Experte, der du bist.

7. Hab keine Angst vor der Konkurrenz

Sei nett zu allen anderen und lass dich nicht von der Konkurrenz einschüchtern. Du musst deinen eigenen Weg gehen, dein eigenes Konzept umsetzen.